Bezan & Ortner

Warum Wachstum ? 

Grundlegendes Ziel des Unternehmens ist die Sicherung der nachhaltigenLebensfähigkeit. Der Weg dorthin führt nur über Wachstum, wobei sich dieses nicht nur über Umsatz-, Mitarbeiter- oder Bilanzsummen-Wachstum definiert. Nicht für jedes Unternehmen sind diese Wachstumskategorien die zielführenden, nicht jedes Unternehmen kann in diesen Kategorien ständig wachsen. Die einzige klare Messgröße für ein gesundes Wachstum ist für uns der operative Cash-Flow. Diese Kennzahl zeigt wie keine andere klar an wie gut oder schlecht das Unternehmen sein Geschäft betreibt. Mit einem guten operativen Cash-Flow ist das Unternehmen in der Lage seine Eigenkapitalstruktur zu stärken, Investitionen in die Zukunft zu tätigen und die Außenfinanzierung abzusichern – wesentliche Faktoren zur Sicherung der langfristigen Lebensfähigkeit.

Die grundsätzlichen Hebel für das Wachstum des operativen Cash-Flows sind (in Anlehnung an Michael E. Porter):

  1. Erweiterung der Marktanteile: Wachstum des operativen Cash-Flows durch Absatzsteigerung und Nutzung von Skaleneffekten
  2. Steigerung der Effizienz: Wachstum des operativen Cash-Flows durch bessere Nutzung der Ressourcen und Senkung der Kosten
  3. Spezialisierung: Wachstum des operativen Cash-Flows über höhere Margen durch stärkere Differenzierung

Welche strategischen Optionen das Unternehmen wirklich hat hängt primär von den Marktgegebenheiten und von den internen Möglichkeiten des jeweiligen Unternehmens ab, die deshalb sorgfältig analysiert werden müssen.

Die Marktfeldpositionierung nach Ansoff hat bei der Erstellung einer Wachstumsstrategie für Unternehmen auch heute noch ihre Gültigkeit. Vielmehr noch, im Zeitalter der Digitalisierung ergeben sich noch stärkere Möglichkeiten die unterschiedlichen Marktfeldpositionierungen voranzutreiben.

Markfeldpositionierungsmatrix nach Ansoff

            Profit Impact of Market Strategies (PIMS) mit Erfolgswahrscheinlichkeit (EWS) und Kostenindex (KI)

Nach Evaluierung der möglichen Wachstumsstrategien geht es darum den Weg dorthin konkret zu definieren und dann zu beschreiten. Dabei sind die Faktoren Geschwindigkeit und Investitionsintensität besonders zu betrachten und beachten. Der penibel abgewogene Trade-off führt dann zur Entscheidung welche Art des Wachstums in der jeweiligen Situation bzw. Geschäftsfeld für das Unternehmen anzustreben ist:

  1. Organisches Wachstum – das Unternehmen wächst über die Entwicklung des aktuellen Geschäftsmodelles
  2. Anorganisches Wachstum – das Unternehmen wächst über Zukauf / Joint-Ventures o.ä.

 

HUSQUARNA als Beispiel für eine gelungene Wachstumstrategie

Das Beispiel des Unternehmens Husquarna zeigt, wie man auf der Klaviatur der Wachstumsstrategien erfolgreich spielen kann.

Husquarna ist ein börsennotierter schwedischer Konzern der sich nach dem 2. Weltkrieg aus einem mittelständischen Unternehmen zur heutigen Größe entwickelt hat. Anhand dieses Beispiels lassen sich die oben angeführten strategischen Optionen schön darstellen:

 

  1. Marktdurchdringung:

Organisch: Erweiterung der Vertriebsschienen in den bestehenden Märkten (Bedienung der Großfläche, Fachhandel, Internet), Entwicklung der bestehenden Vertriebsschienen (Fachhändlernetzentwicklung)

Anorganisch: Erweiterung (Breite und Tiefe) des klassischen Portfolios durch Zukauf von Mitbewerbern bzw. Marken (z.B. Jonsered Kettensägen, Flymo Rasenmäher)

  1. Marktentwicklung

Organisch: Erschließung neuer Märkte/Länder mit dem bestehenden Portfolio (neue Länder)

Anorganisch: Entwicklung neuer Märkte durch Zukauf von dort bekannten Marken. (z.B. US Markt durch Zukauf der Marke McCulloch)

  1. Produktentwicklung

Organisch: Entwicklung und Vorreiter des Rasenroboters

Anorganisch: Zukauf / Kooperationen mit Akkuherstellern für die batteriebetriebenen Gartengeräte

  1. Diversifikation

Organisch: Historische Entwicklung des Unternehmens: Vom Musketen über Nähmaschinen, Motorrädern zu Gartengeräten

Anorganisch: Zukauf der Firma Gardena (Diversifikation in Artverwandte Produkte und Märkte). Des-Diversifikation: Verkauf der Motorradsparte.

 

Wie geht man den strategischen Entscheidungsprozess für sein Unternehmen sinnvoll an?

Dies wird der Inhalt unseren nächsten Blogs

Welches Wachstum ist das richtige für mein Unternehmen?

am 14.7.2017 sein.

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