Bezan & Ortner

Kennzahlen dienen dazu, betriebswirtschaftliche Aussagen zu treffen und komplexe Sachverhalte kurz und prägnant darzustellen. Mithilfe von Kennzahlen, kann gemessen, verglichen, bewertet und Abweichungen vom Soll festgestellt werden. Dies lässt Aussagen über die Lage des Unternehmens zu und hilft Handlungsfelder zu identifizieren. Trotzdem genießen Kennzahlen oft einen schlechten Ruf.

Experten vermuten, dass es nicht an der numerischen Ermessung per se liegt – es wäre wohl zu einfach zu sagen, dass manche Menschen schlichtweg nicht gerne mit Zahlen arbeiten. Die Erfahrung von Bezan &Ortner zeigt, dass die Ängste oft einen anderen Ursprung haben und sich in allen Hierarchieebenen eines Unternehmens finden. Hier einige Beispiele unserer Erfahrungen aus Projekten:

  • Es ist für Betroffene oft nicht transparent, wie Kennzahlen ermittelt und zu welchem Zweck diese genutzt werden. Dies erzeugt Unsicherheit.
  • Kennzahlen werden als reines Kontrollinstrument wahrgenommen. Dadurch fühlen sich Mitarbeiter unter Druck gesetzt.
  • Häufig wird befürchtet, dass Kennzahlen ohne das notwendige Hintergrundwissen und isoliert betrachtet werden. So kann es zu Fehlinterpretationen kommen und Leistungen falsch dargestellt werden.
  • Bei Mitarbeitern kann der Eindruck entstehen, dass sie anhand von Kennzahlen bewertet werden, diese aber nicht von Ihnen beeinflusst werden können.

 

Ein wichtiger Grundsatz beim Umgang mit Kennzahlen ist, dass diese Transparenz schaffen sollen. Dazu ist es notwendig, allen betroffenen Mitarbeitern klar zu kommunizieren, wie Kennzahlen errechnet werden und für welche Aussagen die Kennzahlen herangezogen werden. So werden diese entmystifiziert – es wird ein gemeinsames Verständnis geschaffen und die Kennzahlen werden zu einem transparenten Werkzeug. Das schafft Sicherheit.

Damit Kennzahlen nicht als reines Kontrollinstrument wahrgenommen werden, müssen die Vorteile bewusst hervorgehoben werden. Kennzahlen dienen nicht nur zur Messung und Leistungsdarstellung, sondern sie schaffen auch Klarheit über Ziele und unterstützen so die Zielorientierung. Kennzahlen schaffen eine einheitliche, gemeinsame Gesprächsbasis und machen klar ersichtlich welche Leistung in welchem Zeitraum erwartet wird. Wenn Mitarbeitern Kennzahlen zeitnahe zur Verfügung gestellt werden, unterstützen sie diese auch bei der Selbstkontrolle. Dies ermöglicht Ihnen eine regelmäßige Fortschrittskontrolle, schafft auf diese Weise Sicherheit und mindert sogar den Leistungsdruck durch Fokusierung, statt diesen zu erhöhen.

Der Befürchtung, dass Kennzahlen isoliert betrachtet werden und es somit zu einer verzerrten Leistungsdarstellung kommt begegnet man am besten durch die Nutzung eines breiten „Kennzahlen-Fächers“. Durch die Nutzung einer größeren Anzahl von Kennzahlen, werden Ausreißer über die Anzahl der genutzten Kennzahlen geglättet oder gar erklärt. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich besonders gegenläufige Kennzahlen zu nutzen. Gegenläufige Kennzahlen helfen, ein genaueres und umfassenderes Bild zu zeichnen und verhindern, dass im Sinne der Kennzahlen in eine für das Unternehmen unvorteilhafte Richtung optimiert wird. Beispiele für gegenläufige Kennzahlen sind etwa:

  • Produktion: Produktivitätskennzahlen und Qualitätskennzahlen
  • Vertrieb: Kontakthäufigkeit und Kontaktqualität

Schlussendlich muss bei der Zielbildung berücksichtigt werden, dass Kennzahlen die zur Leistungsbewertung herangezogen werden, im Einflussbereich der Mitarbeiter liegen, deren Leistung gemessen wird und dass diese möglichst wenig von externen Effekten beeinflusst werden.

Kennzahlen werden oft als Fundament für Entscheidungen genutzt, sollten aber nie isoliert betrachtet und als einzige Entscheidungsgrundlage herangezogen werden. Eine Bewertung allein auf deren Basis führt ebenso wenig zu einer ausgewogenen Entscheidung wie die Negierung der durch die Kennzahlen belegbaren Fakten.

Die Erfahrung aus der Praxis von Bezan & Ortner hat gezeigt, dass die Berührungsängste mit Kennzahlen am besten damit zu bewältigen sind, in dem Mitarbeitern die Kennzahlen zur Verfügung gestellt werden – und zwar am besten so, dass diese jederzeit einsehbar sind. Dadurch werden sie zu einem alltäglichen, transparenten Werkzeug und schaffen eine gemeinsame Basis und ein gemeinsames Verständnis. Dies führt nicht nur zu einer stark erhöhten Akzeptanz, sondern zeigt den Menschen auch deutlich, wie stark Ihr Einfluss auf die Kennzahlen sind – und somit auch, wie wichtig Ihr geleisteter Beitrag für den Erfolg des Unternehmens ist: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich in dieser Woche so viele Kundenanfragen bewältigt habe. Es macht Spaß zu sehen, wie ich mich jeden Tag an mein Monatsziel annähere. Immer überprüfen zu können was ich bereits erreicht habe gibt mir Sicherheit und motiviert“.

 

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